Der japanische Gummihersteller Sumitomo Rubber Industry hat Fortschritte bei der Entwicklung einer neuen Technologie in Zusammenarbeit mit dem RIKEN, dem Forschungszentrum für hochenergetische optische Wissenschaften der Universität Tohoku, veröffentlicht. Diese neue Technik ermöglicht die Untersuchung atomarer, molekularer und nanostruktureller Gegebenheiten sowie die Messung von Bewegungen in einem breiten Zeitbereich bis hin zu einer Nanosekunde. Durch diese Forschung kann die Entwicklung von Reifen mit hoher Festigkeit und ausgezeichneter Verschleißfestigkeit vorangetrieben werden.
Bisherige Verfahren konnten die atomare und molekulare Bewegung in Gummi nur im Zeitbereich von 10 bis 1000 Nanosekunden messen. Um die Verschleißfestigkeit zu verbessern, ist es notwendig, die atomare und molekulare Bewegung in Gummi detaillierter und in einem kürzeren Zeitbereich zu untersuchen.
Die neue Radiolumineszenztechnologie ermöglicht die Messung von Bewegungen im Bereich von 0,1 bis 100 Nanosekunden und kann daher mit bestehenden Messverfahren kombiniert werden, um atomare und molekulare Bewegungen über einen weiten Zeitraum zu erfassen. Die Technologie wurde zunächst in der großen Radiolumineszenz-Forschungsanlage Spring-8 entwickelt. Mithilfe der hochmodernen 2D-Röntgenkamera Citius lässt sich zudem nicht nur die Zeitskala eines sich bewegenden Objekts, sondern gleichzeitig auch dessen räumliche Ausdehnung messen.
Gummientgratungsmaschine
Das Forschungsprojekt wird von der japanischen Agentur für Wissenschaft und Technologie (JST) geleitet und ist eine Kooperation zwischen Hochschulen und Unternehmen. Es verfolgt das Ziel, die strategische, innovative Forschung „CREST“ zu fördern und durch die Anwendung dieser Technologie zur Verbesserung der Reifenleistung einen Beitrag zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu leisten.
Veröffentlichungsdatum: 26. Juni 2024





